CATALOG OF SITUATIONS – A project on Transgressive Art Practice and Aesthetic Experience

Entries from August 2008

romantik gallerie

August 30, 2008 · Leave a Comment

ich gehe morgen nachmittag noch mal in die alte nationalgallerie und werde mir die friedrichs und die beiden blechens da anschauen. falls dir noch irgendwelche fragen einfallen oder gemälde, sag bescheid!

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…hhmm… das habe ich nicht gemeint.

August 30, 2008 · Leave a Comment

cfr. http://www.randowkurier.de/images/varia/traumdervernunft.htm

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struktur und nebel (bis)

August 30, 2008 · Leave a Comment

über die Struktur: das scheint mir eine gute Idee zu sein. Wir müssen irgendwie einen Techniker haben der das Live für uns macht. Wir könnten es aber auch selbst machen… Ich werde mich bei meinem Cousin erkundigen, ob es so ein Live mixer auf Mac gibt.

Ich werde auf jeden Fall die Stimme von “this performance” mitnehmen. Vielleicht lässt sich etwas damit machen.

Das mit dem “Mönch am Meer” ist keine Vermutung von mir. Ich habe es tatsächlich in einer Publikation gesehen. Ich kann die aber leider nich zurückfinden. Wenn ich Zeit habe, gehe ich am Montag kurz in einer Kunstbuchhandlung. Es wäre echt eine schöne Vorlage für die Lecture.

lg.

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Zeigen/Nicht Zeigen: Struktur und Nebel

August 29, 2008 · Leave a Comment

ich hatte heute morgen auf einmal diese sehr klare Idee: Was wenn wir deine Nebelfilme nehmen und im Hintergrund sehr groß projezieren. über eine sehr lange dauer lichtet sich der nebel und das bild einer livekamera, die auf das publikum gerichtet ist, wird sichtbar. am ende des abends sieht sich das publikum selbst.

Das entspricht der Mystik von Cusanus – wenn ich das richtig verstanden habe: Das Bild des Nichtdarstellbaren – des heiligen Geistes – ist eigentlich das Gesicht des Betrachters. Deswegen schaut der Jesus von van Eyck den Betrachter an: Du bist es, Du bist das Gesicht der Wahrheit.

Die struktur des Abends müsste dann sein:

1) wir beginnen mit Beispielen von Nicht Zeigen, und formulieren Fragen.

2) gehen dann über zu unserer Arbeit

3) kommen zur philosophie und mystik, um den bogen zum betrachter selbst zu schlagen

4) wir lassen die zuschauer mit ihrem bild zurück

Diese Struktur entspräche dann der Bildbewegung im Hintergrund. Dafür muss man auch nicht die ganze Zeit Nebel zeigen. das kann auch ein wiederkehrendes element sein.

Technisch sollte das relativ einfach zu machen sein, man müsste einfach zwei videosignale sehr langsam über einander mischen. Das geht vermutlich am MAC, oder aber wir bräuchten einen videomischer mit zwei kanälen, der programmierbar ist.

Vielleicht ist das eine etwas platte idee. Sie liest sich jetzt zumindest sehr simpel und wenn man uns kennt, ist das sehr naheliegend. Aber schließlich machen wir den Abend für ein ganz anderes Publikum und wir brauchen eine klare äußere Struktur, um in dem Abend selbst frei arbeiten zu können.

Was denkst Du?

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Zeigen/Nicht Zeigen: Mönch am Meer

August 29, 2008 · Leave a Comment

Ja, das mit dem Mönch am Meer ist eine wunderbare Idee. Es gibt ziemlich viele Bilder, auf denen nachgewiesener Maßen ältere Schichten verdeckt sind. Ich weiß nicht, ob das gerade bei dem Bild stimmt, aber ich kann es mir sehr gut vorstellen!

Jedenfalls könnte das ein schöner Ausgangspunkt sein. Wir können mit dieser Idee spielen: wir zeigen ein bild und sprechen über all das, was man nicht sieht. Da ist natürlich “This Perforrmance” genau das Stück, das wir erwähnen sollten.

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mönch am meer

August 29, 2008 · Leave a Comment

I remember having seen some “deeper” scans of “the monk at the sea” where you could very distinctly see that there is a hidden armada of boats advancing from the mist towards the monk.

I’ve looked in my own publications about Friedrich and on the internet but I couldn’t find any evidence for this.
…Which is an interesting thing in it turn. the non-visibility of a theory based on non-visibility.

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eigene arbeit

August 29, 2008 · Leave a Comment

Zeigen/nicht zeigen.
Ich denke, dass wir sicher auch Vorbilder aus unserer Arbeit nehmen können für Mannheim:

this performance: die diskrepanz zwischen Ansagen und Visuellem

fade out: Die Einleitung als “was man nicht gesehen hat”

the words jonathan said: die Performer die immer im Dunkeln sind bis zur Fleischwerdung.

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Zeigen / Nicht Zeigen IV: Der Betrachter schaut sich selbst im Abbild Gottes

August 24, 2008 · Leave a Comment

Der Mystiker Nicolaus Cusanus (oder Nikolaus von Kues) lebte zu Beginn des 15. Jahrhunderts, er war christlicher Gelehrter und Kardinal. In dem Text “De visione dei” denkt er 1453 über die Gottesschau nach:

“(…) dann bringst Du mich jedoch dahin, zu sehen, dass nicht der Dich Betrachtende Dir die Form gibt, sondern in Dir sich selbst schaut (…). Was er in jenem Spiegel der Ewigkeit sieht, ist nicht Darstellung, sondern die Wahrheit, deren Darstellung er, der Sehende, selbst ist. Also ist die Darstellung in Dir, mein Gott, die Wahrheit, und das Urbild von allem und allem einzelnen, das ist oder sein kann. (…) Herr, Erleuchter der Herzen, mein Angesicht ist ein wahres Angesicht, weil Du, der Du die Wahrheit bist, es mir gegeben hast. Und es ist ein Abbild, weil es nicht die Wahrheit selbst ist, sondern ein Abbild der absoluten Wahrheit. Ich schließe also in meinem Begriff die Wahrheit und das Abbild meines Gesichtes ein und sehe, dass in ihr das Abbild mit der Wahrheit des Gesichtes in der Weise zusammenfallen, dass es insoweit wahr ist, als es Abbild ist”

Der ganze Text auf englisch und auf latein. Hier die Quelle, über die ich auf das zitat gestoßen bin.

Ein weiterer Text von Nikolaus von Kues: Das Gespräch über den verborgenen Gott.

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Zeigen/Nicht Zeigen III: FILME

August 18, 2008 · Leave a Comment

Ich habe weiter nach Filmen gesucht, die in unsere Theamtik passen und erstmal sehr beliebig ein paar Titel gefunden und auch angeschaut:

Peeping Tom von 1960 – - – hab ich noch nicht gesehen. Das ist eine sehr direkte Umsetzung des Voyeurismus-Themas im Filmdiskurs, eigentlich eine frühe “snuff” Reflektion: Ein Kameramann, der Schauspielerinnen tötet und sie dabei filmt, um diesen einzigen wahren Gesichtsausdruck einzufangen. Intressanterweise erinnert Karl-Heinz Böhm als fanatischer Kameramann sehr an David Hemmings in Antonionis Blow up, 6 Jahre später. Auch die Thematik ist dicht dran. 1960 war der Werbeslogan übrigens: “Terror meets Art”. Fantastisch, oder?

The Eye in der HK-Version von 2002 – – - die Geschichte einer blinden Frau, die die Netzhaut einer Gestorbenen erhält und wieder Sehen kann. Allerdings sieht sie auch Dinge, die die Verstorbene gesehen hat, unter anderem, da diese die Gabe hatte, den Tod zu sehen, eben auch den Tod, bzw. die Seelen der Sterbenden, wie sie ihre Körper verlassen. Der Film endet mit einem Autounfall, dramatisch inszeniert, den sie vorhersieht. Interessant ist vielleicht der Beginn des Films, als sie anfängt, diese Bilder zu sehen. Der Film spielt da recht exzessiv mit verschwommener Optik, Grauschleiern und Schemen. Übrigens ist fast immer ein Geräusch der Auslöser des Sehens, d.h. z.B. sie blickt in einen Gang und hört plötzlich ein Geräusch neben sich, das sich als Schritt einer alten Frau manifestiert. Das hat mich eigentlich gewundert – ich fand es viel naheliegender, nur über das Bild zu arbeiten. Aber das Geräusch aus dem Nichts ist eben auch klassische Horror-Dramaturgie.

Das 7. Siegel von Bergmann – - – der Tod in Gestalt eines Schach spielenden schwarzen Mannes. Beeindruckender als die Dialoge und die verschiedenen Spielszenen sind die Landschaftsaufnahmen. So ähnlich hätte auch Shakespear gefilmt, wäre er Filmemacher gewesen. Zu Beginn des Films finden der Ritter und sein Knappe eine Leiche, der die Augen fehlen.

Requiem (2006)

Blow up (1966)

Blair Witch Project (1999)

Die drei kennst Du ja gut.

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Lawrence Alloway on Experience

August 5, 2008 · Leave a Comment

“A painting is not a picture of an experience.
It is an experience.”

Lawrence Alloway

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